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Stadtgeschichte von Regen im Überblick

Kurze Chronic von Regen

Das Regener Stadtwappen


Stadtgeschichte von Regen im Überblick
1148 am 30.03. erste Erwähnung der Kirche von Regen
1207 am 02.11. erste Erwähnung der Regenbrücke
1228 am 01.03. wird Regen erstmals als Dorf bezeichnet
1254 ist Regen niederalteichisch-rinchnachischer Klostermarkt
1270

wird Regen am 02.04. durch einen Tauschvertrag Herzogs Heinrich XIII mit Abt Hermann
Niederalteich herzoglicher Markt. Regen ist Sitz eines herzoglichen Schergengerichtes.
1335

am 01.02. wird durch einen Freibrief des niederbayerischen Herzogs Heinrich XIV. der
Wochenmarkt in Regen von Sonntag auf Samstag verlegt.
1448


am 10. Juli werden dem Markt Regen Wappen und Siegel von Herzog Albrecht III. verliehen.
Das Wappen besteht aus einer weißen Lilie. Darüber wölbt sich auf einem Schild ein
Regenbogen in einem blauen Feld.
1473 wird das Kirchenschiff mit dem mächtigen Westturm verbunden.
1490


am 19.01. erhielt der Markt Regen zusätzlich noch einen weiteren Jahrmarkt für den
St. Jakobstag. Der darauf folgende Sonntag ist in Regen der Kirchweihsonntag.
Aus dem Kirchweihfest entwickelte sich seit 1874 das Pichelsteinerfest.
Um 1590 erste bildliche Darstellung von Regen im Antiquarium der Münchner Residenz.
1808 wird am 21.03. die Gerichtsbarkeit des Marktes Regen dem Landgericht einverleibt.
1813 wurde Regen am 30.04. durch Beschluß des Königs Municipalgemeinde.
1849 König max II. besucht Regen
1874 Erstes Pichelsteinerfest in Regen
1877 Eröffnung der Bahnlinie
1898 Gründung der optischen Werke Rodenstock in Regen
1932 wurde am 01.01. Regen zur Stadt erhoben.
1934 Beginn des Baus der Ostmarkstraße
1948 Regen feiert 500 Jahre Wappen. Aufstellung des Marienbrunnens am Stadtplatz
1960 Regen wird Garnisonsstadt
1984 Eröffnung des Museums im Fressenden Haus in Weißenstein
1988 Eröffnung des Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseums
1992 Eröffnung des Kurparks auf der Regeninsel
1998 850 Jahre - 550 Jahre Wappenverleihung
2004 Regen wird Luftkurort



Kurze Chronik von Regen
Regen um 1930
Regen um 1930


Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung von Regen und seiner Kirche findet sich in einem päpstlichen Schutzbrief vom 30. März 1148. Papst Eugen III. bestätigt darin, dass die Kirche von Regen zum Besitz des Stiftes Niederalteich gehört.

Der Ort Regen dürfte aber vielleicht doch noch in der ersten großen Rodungsperiode des Klosters Rinchnach entstanden sein. Der Ortsname Regen hat sich vom Fluss auf die Ansiedlung übertragen.

Am 2. November 1207 werden erstmals die Regenbrücke und Regen als Dorf erwähnt. 1254 wird in dem Güterverzeichnis des Abtes Hermann von Niederalteich Regen als Klostermarkt ausgewiesen, der zur Grundherrschaft der Propstei Rinchnach gehört.


Die eigentliche Gründung Regens vollzieht sich am 1. April 1270. An diesem Datum wurde ein Tauschvertrag zwischen Herzog Heinrich XIII. und Abt Hermann von Niederalteich, dem Grundherrn im Klostermarkte Regen, geschlossen. Demnach erhielt der Herzog vom Niederalteicher Abt einenHof und mehrere kleinere Anwesen in Regen, vier Lehensgüter in Chundorf und dreieinhalb Lehensgüter in Greimprechtstorf. Der Abt wurde vom Herzog dafür mit je einem Hof in Sallitz und Metten,dem Schützenhof und einem Hof auf der linken Seite des Regenflusses entschädigt.

Der grundherrschaftliche Erwerb des Herzogs und die auch in der obigen Tauschurkunde bestätigte Aufteilung von Grund und Boden der eingetauschten Weiler und Hofstätten an die Bewohner beweisen eindeutig, dass der Herzog ein Gemeinwesen zu schaffen beabsichtigte, in welchem er seinen Grund-, Gerichts- und Vogtuntertanen durch einen gleich verteilten Besitzstand den lebensnotwendigen Bedarf an Nahrungsmitteln sichern wollte; zugleich erwartete der Herzog wohl aber auch von seinen Grunduntertanen, dass sie Handwerk und Handel betreiben sollten, um die bäuerliche Bevölkerung der Umgebung zu versorgen, genauso wie es sich für den Markt gehörte.

Das Ergebnis der vom wittelsbachischen Landsherrn betriebenen strukturellen Änderung des nun herzoglichen Marktes Regen ist im Urbar des Viztumamtes Straubing von 1301/1307 festgehalten.


Der Markt Regen ist nun Sitz eines herzoglichen Schergenamtes. Aus dem zusammengelegten Grundund Boden der niedergerissenen Dörfer wurden 24 Lehen errichtet. Da in dem oben angegebenen Herzogurbar die Orte Chundorf und Greimprechtstorf nicht mehr erscheinen, ist daraus zu schließen, dass der Auf- und Ausbau des Marktes Regen und seiner Ortsflur bis 1307 abgeschlossen gewesen sein musste. Die Behausungen der ehemals rinchnachischen Grunduntertanen von Chundorf und Greimprechtstorf dürften zu diesem Zeitpunkt niedergerissen, ihre Ortsfluren zusammengelegt und auf die neuen 24 nunmehr Regener Lehen verteilt worden sein.

Die Wappen- und Siegelverleihung für Regen erfolgte am 10. Juli 1448 durch Herzog Albrecht III. Das Wappen besteht aus einem Schild, auf dem sich in einem blauen Feld eine Lilie befindet und über derselben sich ein Regenbogen spannt.

1811 ist Regen Municipalgemeinde. Am 1. Januar 1932 wurde der Markt Regen zur Stadt erhoben.

In Regen finden seit dem Mittelalter bedeutende Waren- und Viehmärkte statt. Auf den RegenerOchsenmärkten wurden auch Ochsen aus Böhmen, Ungarn und dem Hochstift Passau vermarktet.

Seit 1898 werden in Regen von der Firma Rodenstock Brillengläser hergestellt. Heute gibt es inder Gemeinde Regen ca. sechshundert gewerbliche Unternehmungen. Seit 1972 ist Regen Sitzdes Landratsamtes des Großlandkreises Regen.

Horst Sauer, Stadtheimatpfleger



Das Regener Stadtwappen
Wappen Stadt Regen Lilie

Das Wappen verlieh 1448 Herzog Albrecht III. dem damaligen Markt (die Originalurkunde dieser Wappenverleihung ist erhalten geblieben). Der Regenbogen steht für den Ortsnamen; das Ortszeichen ist die Lilie, die in Siegeln des 17. und 18. Jahrhundert ohne Regenbogen erscheint und allein auch im Brennzeichen steht. Im ältesten Siegel aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und in Wappensammlungen kommen aber beide Bilder vor.

Statt der Fünffarbigkeit des Regenbogens brachte das Schrifttum des vorigen Jahrhunderts drei Farben auf; auf; auch die fahne des 1932 zur Stadt erhobenen Ortes zeigt die Farben Rot, Gelb und Blau.


Das Haus der Bayerischen Geschichte hat im Rahmen seines Internetauftritts die Datensammlung" Bayern entsteht" ausgebaut, in der anlässlich der Montgelas-Ausstellung 1996 alle bayerischen Gemeinden mit ihrer Territorialzugehörigkeit zur Zeit der Entstehung des Königreichs Bayern verzeichnetsind. Es entsteht nun ein umfassendes Gemeindeportal, in dem alle Gemeindewappen wissenschaftlich beschrieben und geschichtlich erläutert werden. Gemeinden sind mehr als bloße Verwaltungseinheiten; sie sind der Ort, an dem die Menschen ein Bewusstsein der Zugehörigkeit, Identität und Heimat entwickeln. Es wird deshalb gebeten, sich nach dem Wappen der Stadt Regen umzuschauen und digitale Fotos an die Wappengalerie "My Wappen" zu senden.