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Regen ist Fairtrade Stadt

Auszeichnung in Regen am 17.02.2022: Wichtiges Engagement auch in Zeiten von Corona, Kommunen leisten konkreten Beitrag zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele
Regen ist am Donnerstag, 17.02.2022, als 782. Kommune mit dem Titel ausgezeichnet worden. In Zeiten von Corona erfolgte die Auszeichnung digital. Dem gemeinsamen Einsatz zahlreicher Engagierter ist es zu verdanken, dass in Regen der Fairtrade-Gedanke in vielen Bereichen des städtischen Lebens Einzug hält.
Die Kampagne Fairtrade-Towns fördert gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und die Auszeichnungen sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Städte und Gemeinden spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der UN. Neben engagierten Kommunen gibt es in Deutschland bereits über 700. Fairtrade-Schools und 30. Fairtrade-Universities.
Nach einer Begrüßung durch die Sprecherin der Steuerungsgruppe Frau Dr. Petra Wulff-Werner lobte Bürgermeister Andreas Kroner das Engagement aller Beteiligten in Regen: „Sie alle tragen dazu bei, das Bewusstsein von der Notwendigkeit eines gerechten Welthandels zu stärken“. Sehr beeindruckt hat ihn dabei ein Film über die Herstellung fairer Schokolade, der im Rahmen des fairen Frühstücks in der Schule am Weinberg gezeigt wurde.
Die Kampagne Fairtrade-Towns bietet Kommunen mit den fünf Kriterien, die es zu erfüllen gilt, konkrete Handlungsoptionen. Gudrun Reckerziegel, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik im Landkreis Regen, führte diese während der Veranstaltung nochmals vor Augen: Die Gründung einer Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten, ein offizieller Ratsbeschluss zur Beteiligung an der Kampagne, eine bestimmte Anzahl an Verkaufsstellen und Gastronomie, die faire Produkte anbieten, teilnehmende Vereine, Gemeinden und Schulen sowie mediale Berichterstattung über die Aktionen.
Einige Projekte wurden bereits in der Stadt Regen umgesetzt: Im Bürgermeisterbüro wird fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt, in den Stadtratssitzungen ein fair gehandeltes Getränk und nach Rückkehr in den Sitzungssaal wird es auch hier wieder Kaffee geben. Als“ best practice“ Idee wird die Einkaufstasche der Stadt Regen präsentiert, gestaltet von der lokalen Künstlerin Kalina Svetlinski und auf den Weg gebracht von Angelika Michl, städtischer Ansprechpartnerin für Fair Trade. Der Reinerlös wird für Bildungsprojekte zum Thema Fair Trade verwendet. Bisher konnte ein gemeinsames Kochen in der Tea Lounge und ein Frühstück für Schüler der Schule am Weinberg stattfinden, jeweils mit fair gehandelten Zutaten und einem kurzen Impulsvortrag. Seit letztem Sommer werden ehrenamtlich fair gehandelte Produkte auf dem Bauernmarkt verkauft.
Bedeutend für die Auszeichnung war außerdem die Teilnahme folgender „Fairer Partner“ in der Stadt Regen:

Einzelhandel
• Ökoshop Regen
• Reformhaus und Naturkost Esterl
• dm Drogeriemarkt
• Edeka Markt Einkaufspark Regen
• REWE Markt Regen
• OMV Tankstelle Regen

Kirchengemeinden
• Evangelische Kirchengemeinde Regen
• Katholisches Pfarramt March (Missio Ausschuss)
• Katholisches Pfarramt Regen

Gastronomie
• Arberland Hotel
• Stoiber Gastronomiebetriebe
• Bäckerei Konditorei Café Schnierle
• Bäckerei Konditorei Café Fischer

Verein
• Katholischer Deutscher Frauenbund, Zweigverein Regen
Schulen
• Schule am Weinberg
• Staatliche Berufsschule Regen/Viechtach
• Staatliche FOS/BOS Regen
• Siegfriede-von-Vegesack Realschule Regen

Ideen für weitere Projekte gibt es indes zur Genüge. Unter anderem wird Beschaffung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens ein wichtiges Thema in diesem Jahr sein.
Als Höhepunkt zum Schluss wurde das von Fairtrade Deutschland aufgenommene Video mit der feierlichen Übergabe der Urkunde eingespielt.  Die Urkunde ist mittlerweile schon auf dem Postweg in Regen eingetroffen.
Die Auszeichnungsfeier wird als Präsenzveranstaltung im Rahmen der Fairen Woche am 28. September nachgeholt.