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Museum im Fressenden Haus - Dichterturm

Das Museum im Fressenden Haus öffnet am:
06.07. bis Mitte September 2020
täglich 10:00 - 16:30 Uhr

Mitte September bis Anfang November nur Samstag, Sonn- und Feiertage geöffnet

Einst wurde in diesem Gebäude Getreide für die Bewohner von Burg Weißenstein und die Dorfbevölkerung gelagert. Später war der Getreidekasten viele Jahre die Heimat des baltischen Dichters Siegfried von Vegesack, der hier seine bekanntesten Werke schrieb.

1984 machte die Stadt Regen das „Fressende Haus“ zum Museum.
Erhaben steht der Getreidekasten, der um 1100 erbaut wurde, am Fuß der Burgruine auf dem Quarzriff des Pfahl, unzählige Besucher genießen den wunderbaren Blick auf die Wiesen und Wälder des Bayerischen Waldes.

Weil das Gebäude so viel Geld für den Unterhalt verschlang, nannte es Siegfried von Vegesack einst kurzerhand „Fressendes Haus“ – dieser Name ist geblieben. Im Erdgeschoss erinnert eine Dichterstube an den prominenten Bewohner.

Die größte private Schnupftabaksammlung der Welt mit rund 1200 farbenprächtigen „Schmaidosen“ können die Besucher im ersten Obergeschoss bestaunen. Der zweite Stock ist zum Raum für wechselnde Ausstellungen geworden. In der dritten Etage werden unter dem Motto „Die schönen Seiten des harten Lebens“ Besonderheiten aus der volkskundlichen Sammlung von Dr. Reinhard Haller gezeigt.

Außerdem sind im „Fressenden Haus“ archäologische Fundstücke zu bewundern, die aus der Zeit vom 14. bis zum 17. Jahrhundert stammen.

Schnupftabaksammlung

2016 09 08 schnupftabakdosen fressendes hausDie größte private Schnupftabakglassammlung der Welt können die Besucher im ersten Obergeschoss des „Fressenden Hauses“ in Weißenstein bestaunen.

Mehrere hundert „Schmaidosen“ trug Alois Reitbauer von 1939 bis 1985 zusammen. Er war in und um Regen längst nicht nur so bekannt, weil er sich jahrelang als Bürgermeister um die Belange der Regener kümmerte: Leute aus dem gesamten Bayerischen Wald und darüber hinaus kennen Alois Reitbauer vor allem als leidenschaftlichen Schnupfer und Sammler von Schnupftabakutensilien.

Schätze, die man wohl kaum ein zweites Mal findet, sind in den Vitrinen ausgestellt. Schnupftabakgläser in den unterschiedlichsten Farben und Formen reihen sich auf den Ablagen. Sie leuchten tiefblau, schimmern leicht gelb oder fallen durch besondere Muster auf. Manche Gläser sehen aus wie Zapfen, andere ähneln Schuhen oder Pillendosen. Sie haben Glimmereinschlüsse, wurden graviert, geschliffen oder gekämmt, sind aus Glas, Holz, Zinn, Porzellan oder Birkenrinde.

Viele Gläser erzählen eine eigene Geschichte: Wie das Hochzeitsglasl, das erst viele Jahre lang von Generation zu Generation weitervererbt worden und schließlich von seinem letzten Besitzer beim  Schneidermeister für eine neue Hose eingetauscht worden war.

Wie die Zinndose eines Matrosen, die ihm auf See lange Zeit das Gefühl von Heimat gab. Wie die bibelförmige Dose, in der ein Geistlicher seinen Schmai aufbewahrte. Oder wie das hölzerne Schnupftabakglas eines Spätheimkehrers, das er als Kriegsgefangener mit glühenden Eisenstangen ausgehöhlt und mit Brotbröseln verziert hatte.

Kontakt und Information:

Eintrittspreise

Öffnungszeiten:
06.07.2020 bis 11. September, täglich 10:00 - 16:30 Uhr
Mitte September bis Anfang November nur Samstag, Sonn- und Feiertage geöffnet

Museum im Fressenden Haus
Weißenstein 16
94209 Regen
Tel.: 09921 51 06 während der Öffnungszeiten
Tel.: 09921 604-450
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