Die Perle am Fluss

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Schnupftabakglassammlung

2016 01 20 schnupftabakgläserDie größte private Schnupftabakglassammlung der Welt können die Besucher im ersten Obergeschoss des „Fressenden Hauses“ in Weißenstein bestaunen.

Mehrere hundert „Schmaidosen“ trug Alois Reitbauer von 1939 bis 1985 zusammen. Er war in und um Regen längst nicht nur so bekannt, weil er sich jahrelang als Bürgermeister um die Belange der Regener kümmerte: Leute aus dem gesamten Bayerischen Wald und darüber hinaus kennen Alois Reitbauer vor allem als leidenschaftlichen Schnupfer und Sammler von Schnupftabakutensilien.

Schätze, die man wohl kaum ein zweites Mal findet, sind in den Vitrinen ausgestellt. Schnupftabakgläser in den unterschiedlichsten Farben und Formen reihen sich auf den Ablagen. Sie leuchten tiefblau, schimmern leicht gelb oder fallen durch besondere Muster auf. Manche Gläser sehen aus wie Zapfen, andere ähneln Schuhen oder Pillendosen. Sie haben Glimmereinschlüsse, wurden graviert, geschliffen oder gekämmt, sind aus Glas, Holz, Zinn, Porzellan oder Birkenrinde.

Viele Gläser erzählen eine eigene Geschichte: Wie das Hochzeitsglasl, das erst viele Jahre lang von Generation zu Generation weitervererbt worden und schließlich von seinem letzten Besitzer beim  Schneidermeister für eine neue Hose eingetauscht worden war.

Wie die Zinndose eines Matrosen, die ihm auf See lange Zeit das Gefühl von Heimat gab. Wie die bibelförmige Dose, in der ein Geistlicher seinen Schmai aufbewahrte. Oder wie das hölzerne Schnupftabakglas eines Spätheimkehrers, das er als Kriegsgefangener mit glühenden Eisenstangen ausgehöhlt und mit Brotbröseln verziert hatte.

Öffnungszeiten:

Mitte Mai - Mitte September täglich 10:00 - 16:30 Uhr
bis Mitte Oktober nur noch am Wochenende
Im Winter ist das Museum im Fressenden Haus geschlossen.

 

Kontakt und Information:

Eintrittspreise

Museum im Fressenden Haus
Weißenstein 16
94209 Regen
Tel.: 09921 51 06 während der Öffnungszeiten
Tel.: 09921 604-26
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